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Hör auf dein Herz.

Das ist so leicht gesagt. Machst du das wirklich? Hörst du dein Herz? Diese leise Stimme, die genau weiß was gut für dich ist? Und wenn ja, handelst du auch danach? Richtest du dein Leben danach aus, wo es sich richtig gut für dich anfühlt? Folgst du der Freude? Oder kennst du dieses Gefühl, dass du schon ein zwei Mal entgegengesetzt abgebogen bist und „plötzlich“ bestimmen Verpflichtung und Unzufriedenheit deinen Alltag? Wie ist das Verhältnis von Pflicht und Freude in deinem Leben? Es geht so schleichend schnell, dass du ein Leben führst, dass dir eigentlich gar nicht entspricht. Ich kenne mich ziemlich gut darin aus, die eigene Herzensstimme auf stumm zu schalten und in welcher Sackgasse man dadurch landen kann – auch gesundheitlich.

Es gab einen Punkt, an dem bei mir nichts mehr ging. Völlige Erschöpfung, ein Tumor im Rückenmarkskanal, eine riesige OP, 1 Jahr bis ins Leben zurück und noch ein Jahr bis zu einem Gefühl für „Leistungsfähigkeit“. Diesen Begriff wähle ich mittlerweile sehr bewusst. Leistungsfähigkeit hat aus meiner Sicht sehr viel damit zu tun, wie das Verhältnis von Pflicht und Freude ist. Der Eindruck von Leichtigkeit und ‚Bäume ausreißen können‘, stellte sich bei mir immer dann ein, wenn ich bedingungslos der Freude gefolgt bin. Bei mir waren es schon immer die Pferde. Was ist es bei dir? Gibt es diesen einen Wunsch? Diesen heimlichen Traum, den dir dein Herz schon jahrelang zuflüstert? Den du dann doch auf „später“ verschiebst oder als „unrealistisch“ abtust?

Sehr lange schon, wussten meine Intuition und mein Herz bescheid darüber, was wirklich gut für mich wäre. Habe ich sofort darauf gehört? Nein. Ich brauchte den Leidensdruck einer schweren Krankheit um so richtig umzudenken. Um mich selbst an die erste Stelle zu stellen. War es ab da einfach? Nein. Veränderungen sind für den Kopf grundsätzlich sehr „gefährlich“ und werden erstmal als keine gute Idee eingestuft.
Ab wann wurde es leichter? Je mehr ich meinem Kopf gesagt habe, dass ich ihn gehört habe und die Sorgen verstehen kann und jetzt trotzdem einen Schritt in meine Richtung gehe – desto leichter und klarer wurde das Bild von meinem herzgesteuerten Leben und die nächsten Schritte wurden sichtbar.

Die Pferde haben dabei stets eine tragende Rolle. Sie sind Meister darin, Lehrer für die eigenen Themen zu sein. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb die Coachings in Gegenwart der Pferde so intensiv und nachhaltig sind. Und das ist auch der Grund, warum wir als Pferdebesitzer genau das Pferd finden, was zu uns gehört. In allen Facetten. Die eigenen Pferde haben ein Gespür dafür, wie sehr ihr Mensch bei sich selbst ist, ob wir auf unser Herz hören und was jetzt gerade wichtig ist. Sowohl für die Beziehung zwischen Mensch und Pferd als auch für das Individuum. (Siehe dazu auch Pferdegespräche)

Rückblickend kann ich von meinem Weg berichten: Immer dann, wenn die Angst vor der Veränderung oder einer Entscheidung am größten war, immer dann war es eine der wichtigsten und richtigsten.