Mareike

Zwischenräume

Seit einigen Monaten bewege ich mich in einem Zwischenzustand. Ein Ort, an dem das Alte nicht mehr passt und das Neue noch nicht vollständig sichtbar ist. 

Ich glaube, viele kennen solche Phasen. Sie können verunsichern. Sie werfen Fragen auf. Und manchmal machen sie auch Angst.

Gleichzeitig erlebe ich dabei: es bleibt eine Vorwärtsbewegung. Keine, bei der ich genau weiß, wo sie endet. Sondern eine, in der ich den Antworten von Leben zuhöre und mich immer wieder neu ausrichte. 

Am Anfang wollte ich möglichst schnell aus diesem “Dazwischen” herauskommen. Jetzt höre ich zu. Und das ist an vielen Stellen unbequem, ungewiss und gleichzeitig unausweichlich. 

In den vergangenen Monaten hat mich immer wieder eine Frage begleitet: Was ist die Essenz meiner Arbeit?

Nicht: Welche Methoden nutze ich?
Nicht: Welche Angebote habe ich bzw. sollte ich haben?
Sondern: Wofür stehe ich?

Die Antwort fühlt sich überraschend selbstverständlich an: Ich begleite Menschen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Als Coach. Als Prozessbegleiterin.

Und das tue ich schon lange.

Deshalb ist in den letzten Wochen auch auf meiner Website mehr Klarheit entstanden. Gar nicht, weil ich etwas Neues mache. Sondern weil nach außen sichtbarer wird, was meine Arbeit im Kern schon lange ausmacht.

Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass der Begriff Tierkommunikation weniger im Vordergrund steht. – Und das bedeutet nicht, dass sie verschwindet. Im Gegenteil. Tierkommunikation ist und bleibt ein selbstverständlicher Teil meiner Arbeit.

Ich merke nur immer deutlicher, dass ich mich mit der Bezeichnung Tierkommunikatorin nicht mehr vollständig identifizieren kann. Nicht, weil Tierkommunikation für mich an Bedeutung verloren hat. Sondern weil es meine Arbeit nicht vollständig beschreibt. 

Für mich ist es eine Methode. Eine Möglichkeit, Menschen in ihrem Entwicklungsprozess zu begleiten. Denn oft bringt uns ein Tier ohne viele Umwege zu dem Thema, das seinen Menschen gerade oder vielleicht auch schon länger bewegt. Häufig erspart das auch die eine oder andere Coaching-Session.

Nicht, weil Tierkommunikation eine Abkürzung wäre. Sondern weil Tiere häufig sehr klar auf das aufmerksam machen, was gesehen werden möchte. Und natürlich wird auch das Tier dabei in seiner Ganzheit gesehen.

Wenn ich heute auf meine unterschiedlichen Angebote schaue – Coachings, Kurse, Workshops, Tierkommunikation oder meine Audiokurse – dann gibt es einen gemeinsamen roten Faden.

Es geht immer um dieselbe Frage: Was zeigt sich hier gerade?

Und was bedeutet das für mich und meine Themen? Entsteht Sicherheit in mir selbst? Oder möchte ich etwas kontrollieren? Komme ich in Kontakt mit meiner Eigenverantwortung – und wie fühlt sich das für mich an?

Das steckt für mich in der Überschrift Innere Führung.

Innere Führung ist das Thema, das du bei mir findest. Die eigentliche Veränderung ist nicht meine Arbeit. Sondern die Worte, mit denen ich sie beschreibe. Für mich persönlich bedeuten diese Worte mehr Klarheit und ein weiterer Schritt in diesem Zwischenraum. Und vielleicht resoniert auch etwas in dir.

Herzlichst
Mareike  


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