Mareike

Wie ich dachte, wie 2026 wird

…und wie die erste Jahreshälfte tatsächlich geworden ist. Es liegen Welten dazwischen.

Nichts von dem, was ich konzipiert habe, hat wie geplant stattgefunden. So gut wie keins meiner Angebote wurde gebucht.

Im ersten Quartal war ich panisch.

Im zweiten Quartal bin ich immer noch gestresst, weil Rücklagen bekanntlich endlich sind – aber ich kann die Situation besser halten.

Ich weiß gerade auch noch nicht, ob es den Ausbildungskurs Tierkommunikation im zweiten Halbjahr geben wird. Der Grund: Die Mindestzahl an Teilnehmern ist nicht erreicht. (…letztes Jahr war der Kurs übrigens mit acht Teilnehmerinnen ausgebucht und hatte fantastisches Feedback…)

Leben hat offensichtlich andere Ideen für mich.

Es ist an vielen Stellen schmerzhaft und beängstigend. Und ich erkenne mittlerweile, wenn ich etwas loslassen muss. Egal, wie groß oder unvorstellbar es sich anfühlt. Letztes Jahr war es meine Ehe – beziehungsweise die Entscheidung, mich zu trennen. Dieses Jahr ist mein berufliches Wirken dran.

Ich halte mich an meinen eigenen Claim: Kein Drama. Nur Wandel. – Denn das ist es. Eine Veränderung, ein Prozess, eine Entwicklung, …name it. Etwas, durch das ich mich anders ausrichte und neue Möglichkeiten sehen kann. Vor allem durch Haltung, Eigenverantwortung und den Mut, gewohnte Pfade zu verlassen.

Und so taste ich mich weiter durch den Nebel, denn so richtig sehen, wie die Zukunft aussieht, kann ich noch nicht.

Und während ich das schreibe, merke ich:
Gerade jetzt – wo ich selbst so viel loslasse – wird mir noch klarer, wie ich Wandel verstehe.

Dass Veränderung selten sauber, logisch oder perfekt getimt ist.

Dass die Zeichen oft längst da sind.

Dass unser Bauchgefühl ziemlich deutlich mit uns spricht – und wir trotzdem gerne festhalten. An bekannten Wegen, Ideen und Bildern davon, wie etwas sein sollte. Weil Vertrautes sich oft sicherer anfühlt als das Unbekannte – selbst dann, wenn wir innerlich längst spüren, dass etwas nicht mehr stimmig ist.

Und dass Loslassen sich manchmal zuerst wie Scheitern anfühlt, obwohl es in Wahrheit nur bedeutet, dass etwas Neues Platz braucht.

Ich weiß gerade nicht genau, wie die nächsten Monate aussehen werden.

Ich weiß nicht, wie sich die berufliche Veränderung im Weltlichen zeigt. Was bleibt. Oder was konkret entsteht.

Doch ich weiß, dass ich in den letzten Jahren gelernt habe, dem Leben mehr zu vertrauen. Selbst dann, wenn ich den Weg noch nicht sehen kann.

Und vielleicht ist das gerade der eigentliche Wandel:

Nicht, den Nebel loswerden zu wollen. Sondern zu lernen, in ihm weiterzugehen. 

Schritt für Schritt.
Und vielleicht liest du das gerade nicht zufällig.

Alles Liebe
Mareike  


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