In der letzten Episode von Hör auf dein Pferd. haben Daniela und ich die Scham auf die Bühne geholt. Mit #62 „Krisen: kein Grund sich zu schämen“ ist die wohl verletzlichste Folge seit Podcaststart entstanden. Falls du sie noch nicht gehört hast, findest du sie z.B. hier auf YouTube.
Was ich in diesem Gespräch mit Daniela teile, ist keine fiktive Geschichte „passend zum Thema“ – es ist genau das, was mich persönlich gerade bewegt: eine Krise.
Ein Grund zum schämen?
Ich befinde mich mitten im Prozess nach der Trennung von meinem Mann. Eine überlegte, einvernehmliche Entscheidung nach 18 gemeinsamen Jahren – und neben Erleichterung auch ein Weg voller Trauer, Wut, Ungewissheit und existenziellen Themen. Eine der großen Entscheidungen in meinem Leben, die unter dem Motto lief: „Feel the fear and do it anyway!“.
Weltlich sprach eigentlich alles dagegen, aber energetisch sprach alles dafür. Und aktuell strengt es an, weil vieles nicht abschließend geordnet ist. Ein Zwischenzustand sozusagen.
Darüber hinaus lief mein Jahresstart alles andere als gewünscht. Keines meiner Formate ist wie geplant zustande gekommen – bedeutet, keine stabile Basis im ersten Halbjahr.
In der Gesamtkonstellation fühlte sich das katastrophal an. Bin ich doch gerade dabei, mein Leben allein zu bestreiten und dazu gehören natürlich auch reichlich finanzielle Verpflichtungen.
Alle Ängste bekamen „Recht“.
Die Erfahrung, die ich dabei gemacht habe: auch wenn sich alles nach Dunkelheit anfühlt – die Sonne geht trotzdem jeden Morgen unbeeindruckt wieder auf.
Und genau das erlebe ich gerade auch auf einer anderen Ebene: Während sich innerlich vieles neu sortiert und nicht sofort greifbar ist, entstehen gleichzeitig neue Räume. Nicht geplant. Nicht aus Sicherheit heraus. Sondern im Vertrauen aus dem Prozess selbst. Manche Dinge fallen weg – und gleichzeitig zeigt sich, was darunter entstehen will.
Unter anderem konnten so auch neue Angebote entstehen. Ganz frisch hinzugekommen ist der „Praxisraum“ – ein Gruppenformat in persönlicher Runde für Menschen, die sich selbst besser verstehen und innere Klarheit entwickeln wollen. Wenn du neugierig bist, was da Neues entstanden ist, findest du hier alle Details: Praxisraum Innere Führung – es sind nur 6 Plätze zu vergeben. Vielleicht ist genau jetzt der passende Moment dafür.
Ich erlebe gerade wieder sehr deutlich, wie viel Kraft darin liegt, sich Unterstützung zu holen und im Austausch zu bleiben, statt sich zurückzuziehen.
Es kostet manchmal Mut, um Hilfe zu bitten. Vielleicht ist es ungewohnt, nicht alles allein zu tragen. Krisen nicht wegzuschieben oder zu verstecken, sondern sie sichtbar werden zu lassen – auch mit der Scham, die oft daran hängt. Genau darin liegt der erste Schritt zurück in Verbindung.
Vielleicht findest du dich hier wieder und es berührt auch etwas in dir.
Herzlichst
Mareike






